Die kurze Antwort: Nein, Sie müssen WordPress nicht nehmen. WordPress ist das bekannteste System für Internetseiten, aber nicht automatisch das beste für Ihren Fall. Wenn Sie eine überschaubare Seite brauchen, die Sie selten ändern, gibt es einfachere Wege, die weniger Pflege verlangen. Sinnvoll ist WordPress vor allem dann, wenn Sie regelmäßig selbst Texte veröffentlichen wollen, ohne jedes Mal einen Fachmann zu brauchen — und wenn später einmal jemand anderes Ihre Seite übernehmen können soll. Und falls Sie sich vor den ständigen Updates fürchten: Sie können WordPress auch so mieten, dass ein Anbieter diese Arbeit übernimmt. Was das kostet und worauf Sie dabei achten müssen, steht weiter unten.
Inhaltsverzeichnis
- Was ist WordPress überhaupt?
- Es gibt zwei Dinge, die beide „WordPress" heißen
- Warum liest man ständig von Angriffen auf WordPress?
- Was bedeutet „Updates machen" im Alltag konkret?
- Die Alternative: eine Seite ganz ohne Login
- Wo aus der einen Stunde doch ein Wochenende wird
- Was WordPress wirklich besser kann
- Wenn Sie WordPress wollen: die drei Wege und was sie kosten
- Die Update-Falle beim Wort „Managed"
- Und wenn Sie das alles gar nicht selbst machen wollen?
- Drei Fragen, die Ihre Entscheidung beantworten
- Häufige Fragen
Dieser Beitrag hat den Stand Juli 2026. Genannte Preise sind Anbieterangaben zum Zeitpunkt der Recherche, meist ohne Mehrwertsteuer und teilweise Aktionspreise; prüfen Sie sie vor einer Entscheidung beim Anbieter nach.
Was ist WordPress überhaupt?
WordPress ist ein Programm, das auf einem Mietcomputer im Internet läuft — dem sogenannten Server — und daraus Ihre Internetseite erzeugt. Sie melden sich mit Benutzername und Passwort an, tippen Ihren Text in ein Feld, das aussieht wie ein einfaches Schreibprogramm, klicken auf „Veröffentlichen", und die Seite ist online. Dafür müssen Sie nichts über Programmierung wissen.
Was WordPress so groß gemacht hat, sind die Erweiterungen, im Fachjargon Plugins genannt. Das sind kleine Zusatzprogramme von fremden Anbietern, die man mit wenigen Klicks hinzufügt: eines für das Kontaktformular, eines für den Cookie-Hinweis, eines für die Datensicherung, eines für den Onlineshop. Es gibt zehntausende davon. Diese Erweiterungen sind der Grund für die Beliebtheit von WordPress — und, wie Sie gleich sehen werden, auch die Ursache fast aller Probleme.
Es gibt zwei Dinge, die beide „WordPress" heißen
Das ist die häufigste Verwirrung überhaupt, und ohne sie versteht man den Rest nicht:
wordpress.org ist die Software selbst. Sie ist kostenlos. Sie laden sie herunter und installieren sie auf einem Server, den Sie mieten. Alles, was danach passiert — Updates, Sicherung, Reparatur —, ist Ihre Sache oder die von jemandem, den Sie dafür bezahlen.
wordpress.com ist dagegen eine Firma, bei der Sie eine fertige Seite mieten. Dort ist alles schon eingerichtet, Sie melden sich an und schreiben los. Sie zahlen monatlich und haben dafür weniger Freiheiten.
Beide gehören lose zusammen, sind im Alltag aber zwei völlig verschiedene Angebote. Wenn Ihnen jemand sagt, WordPress sei kostenlos, meint er wordpress.org — und die Software ist tatsächlich kostenlos. Der Server, die Adresse Ihrer Seite und vor allem die Pflege sind es nicht.
Warum liest man ständig von Angriffen auf WordPress?
Weil WordPress so verbreitet ist. Das Sicherheitsunternehmen Patchstack, das solche Fälle systematisch sammelt, hat für das Jahr 2025 insgesamt 11.334 neu entdeckte Schwachstellen im WordPress-Umfeld gezählt. Das klingt erdrückend. Entscheidend ist aber, wo diese Lücken stecken:
- 91 Prozent steckten in den Erweiterungen, also in den Zusatzprogrammen fremder Anbieter.
- 9 Prozent steckten in den Designvorlagen, mit denen die Seite ihr Aussehen bekommt.
- Im eigentlichen WordPress-Kern waren es sechs Stück im ganzen Jahr, alle als geringes Risiko eingestuft.
Das ist die Antwort auf die Frage, die viele umtreibt. Nicht WordPress selbst ist das Einfallstor, sondern das, was man sich dazu installiert. Wer zwanzig Erweiterungen einbaut, hat zwanzig fremde Programme auf seinem Server, um deren Pflege sich zwanzig verschiedene Leute kümmern müssten. Und genau das tun längst nicht alle: Laut demselben Bericht hatte mehr als die Hälfte der informierten Anbieter das Problem nicht behoben, bevor es öffentlich wurde.
Ganz frei ist auch der Kern nicht. Im Juli 2026 gab es einen dieser seltenen Fälle: Über eine Kombination zweier Fehler ließ sich eine Seite vollständig übernehmen, ohne dass der Angreifer ein Passwort brauchte. Am 17. Juli erschienen die Notfall-Updates. Auffällig war die Reaktion mancher Anbieter — bei einem deutschen Hoster war der Angriffsweg schon am nächsten Tag für alle Kunden gesperrt, ohne dass diese etwas tun mussten. Auf genau diesen Unterschied kommen wir im Abschnitt über die drei Wege zurück.
Wichtig zur Einordnung: Angeklopft wird bei jeder Internetseite. Automatische Programme durchsuchen ununterbrochen das Netz nach Seiten, bei denen etwas offensteht. Der Unterschied liegt nicht darin, ob jemand vorbeikommt, sondern darin, ob er etwas findet, das nachgibt.
Was bedeutet „Updates machen" im Alltag konkret?
Ein Update ist eine aktualisierte Fassung eines Programms, mit der der Hersteller Fehler behebt. Bei WordPress erscheinen solche Aktualisierungen laufend — für WordPress selbst, für jede einzelne Erweiterung und für die Designvorlage. Bei einer normalen Firmenseite kommen so schnell mehrere Meldungen pro Woche zusammen.
Im Alltag heißt das dreierlei:
Erstens muss jemand die Meldungen überhaupt sehen. Wer sich nur alle drei Monate anmeldet, hat drei Monate lang bekannte Lücken offen — und bekannte Lücken werden schnell ausgenutzt, oft innerhalb eines Tages nach der Veröffentlichung.
Zweitens kann ein Update etwas kaputtmachen. Zwei Erweiterungen, die für sich funktionieren, vertragen sich nach der Aktualisierung plötzlich nicht mehr, und das Kontaktformular ist weg. Deshalb sichert man vorher, prüft nachher und braucht jemanden, der das Ergebnis beurteilen kann.
Drittens kostet das Geld, wenn Sie es nicht selbst machen. Wartungsverträge deutscher Dienstleister liegen üblicherweise bei 40 bis 150 Euro im Monat für eine normale Firmenseite; bei einem Onlineshop eher am oberen Ende. Das sind, über drei Jahre gerechnet, schnell 2.000 bis 5.000 Euro allein für das Aktuellhalten.
Diese Rechnung ist der eigentliche Grund, warum die Frage „muss ich WordPress nehmen?" berechtigt ist.
Die Alternative: eine Seite ganz ohne Login
Hier hilft eine Unterscheidung, die kaum jemand erklärt, weil sie technisch klingt — sie ist aber leicht zu verstehen und entscheidet alles.
Möglichkeit A: fertige Seiten. Ihre Seiten werden einmal am Computer erstellt und dann auf den Server übertragen, so wie man früher Dateien auf eine CD gebrannt hat. Es gibt keinen Anmeldebereich, kein Passwort, keine Datenbank — also keinen digitalen Aktenschrank, in dem Texte liegen und den jemand aufbrechen könnte. Es liegen einfach fertige Seiten dort und werden angezeigt. Wenn Sie etwas ändern wollen, ändern Sie es am Computer und laden es erneut hoch.
Möglichkeit B: ein System mit Anmeldebereich. Sie melden sich im Internet an und schreiben dort. Genau das macht WordPress.
Der Sicherheitsunterschied ist kein Detail, sondern der Kern der Sache: Bei Möglichkeit A gibt es fast nichts zu übernehmen. Nicht weil niemand vorbeikommt, sondern weil nichts da ist, das nachgeben kann. Wo die Gefahr stattdessen sitzt, sollte man ehrlich dazusagen: bei den Zugangsdaten zu Ihrem Server und zu Ihrem Kundenkonto beim Anbieter. Wer sein Passwort verliert, verliert auch eine solche Seite. (Wie Sie Ihre Zugänge absichern, steht in unserem Beitrag zu Cyber-Security für Selbstständige.)
Genau diese Möglichkeit A ist das, was heute herauskommt, wenn man sich mithilfe eines KI-Programms eine Seite bauen lässt. Für einen Blog, eine Handwerkerseite oder eine Firmenvorstellung ist das eine ernstzunehmende Wahl — nicht die Notlösung, als die sie manchmal dargestellt wird.
Ein Warnhinweis gehört dazu: Sobald Ihre selbst gebaute Seite doch einen Anmeldebereich bekommt, weil Sie bequem im Browser schreiben möchten, haben Sie genau das gebaut, was WordPress angreifbar macht — nur prüfen bei WordPress tausende Fachleute den Programmcode und bei Ihrer Lösung niemand. Ein selten genutztes System wird seltener automatisch angegriffen. Das macht es unauffälliger, nicht sicherer.
Wo aus der einen Stunde doch ein Wochenende wird
Dass eine solche Seite in ein bis zwei Stunden steht, stimmt — für die Seite selbst. Was in dieser Zeitangabe meist nicht enthalten ist:
- Kontaktformular. Eine Seite ohne Anmeldebereich kann von sich aus keine Nachrichten verschicken. Sie brauchen dafür einen zusätzlichen Dienst, und der braucht einen Schutz gegen Werbemüll, sonst landen täglich hunderte automatische Nachrichten in Ihrem Postfach.
- Pflichtangaben. Impressum und Datenschutzerklärung müssen inhaltlich stimmen; ein Cookie-Hinweis wird nötig, sobald Sie etwa eine Landkarte oder ein Video von einem fremden Anbieter einbinden. Von KI erzeugte Seiten haben hier erfahrungsgemäß Lücken, und die fallen erst auf, wenn Post kommt.
- Bilder. Fotos aus dem Handy sind zu groß und machen die Seite langsam. Jemand muss sie verkleinern.
- Gefundenwerden. Damit Google die Seite sauber erfasst, gehören ein paar Angaben hinein, die eine KI nicht von selbst mitliefert. Mehr dazu in unserem Beitrag zu SEO für kleine Unternehmen.
- Änderungen später. Jede Änderung bedeutet: Computer aufklappen, Datei ändern, hochladen. Vom Handy aus geht das nicht.
Nichts davon ist dramatisch. Zusammen sind es aber die Stunden, die aus „zwei Stunden" zwei Wochenenden machen. Wer das weiß und trotzdem will, trifft eine gute Entscheidung. Wer es nicht weiß, ist enttäuscht.
Was WordPress wirklich besser kann
Drei Dinge — alles andere ist Werbung.
1. Sie sind nicht von einer einzigen Person abhängig. Das ist der wichtigste Punkt und der, den fast niemand nennt. Ihre selbst gebaute Seite versteht die KI, die sie erzeugt hat, und Sie selbst, solange Sie sich erinnern. In drei Jahren jemanden zu finden, der sich in diese ganz eigene Lösung einarbeitet, ist mühsam und teuer. Für WordPress finden Sie in praktisch jeder Kreisstadt jemanden, der es kennt. Wenn Ihre Seite Ihr Betrieb überdauern soll oder irgendwann ein Mitarbeiter, ein Nachfolger oder eine Agentur sie übernimmt, ist das ein sehr starkes Argument.
2. Sie können Inhalte ändern, ohne einen Fachmann oder Ihren Computer zu brauchen. Preisliste anpassen, Urlaubshinweis setzen, Beitrag schreiben — vom Handy, aus dem Auto, abends auf dem Sofa. Wer zweimal im Jahr etwas ändert, vermisst das kaum. Wer wöchentlich schreibt, sehr.
3. Die langweiligen Pflichtteile sind fertig. Kontaktformular mit Werbemüll-Schutz, Cookie-Hinweis, Bildverkleinerung, Angaben für Google, mehrere Sprachen. Jedes einzelne davon ist kein Drama. Zusammen sind es genau die Stunden aus dem vorigen Abschnitt.
Und wo hat WordPress nichts mehr voraus? Beim Aussehen, bei der Geschwindigkeit, beim Google-Ranking und beim Preis. In allen vier Punkten ist eine schlanke, sauber gebaute Seite eher besser als schlechter.
Wenn Sie WordPress wollen: die drei Wege und was sie kosten
Angenommen, Sie haben sich für WordPress entschieden. Dann stehen drei Wege offen, und sie unterscheiden sich vor allem darin, wie viel Arbeit bei Ihnen hängen bleibt.
Weg 1: Bei WordPress.com mieten
Sie mieten die fertige Seite beim Anbieter selbst und installieren nichts. Die Tarife lagen im Juli 2026 bei jährlicher Zahlung bei 0 Euro (kostenlos, mit Einschränkungen), 4 Euro (Persönlich), 8 Euro (Premium), 25 Euro (Business) und 45 Euro (Commerce) im Monat.
Der Haken, den Sie kennen sollten: Erweiterungen frei zu wählen — also die Freiheit, für die man WordPress überhaupt nimmt — geht erst ab dem Business-Tarif für 25 Euro. Wer unten einsteigt, merkt oft erst später, dass ihm eine bestimmte Funktion fehlt.
Geeignet für: Leute, die schreiben wollen und mit Technik nichts zu tun haben möchten.
Weg 2: Managed Hosting — jemand anders pflegt
„Managed" heißt: Sie mieten nicht die Seite, sondern die Pflege drumherum. Der Anbieter spielt Updates ein, macht Sicherungen und überwacht den Server. Das ist die direkte Antwort auf die Sorge vor der ewigen Update-Arbeit. Deutsche Anbieter mit Servern in Deutschland (Stand Juli 2026, Nettopreise):
| Anbieter | ab | Besonderheit |
|---|---|---|
| Mittwald | 13 €/Monat | Aktualisierungen wahlweise per Klick oder automatisch, Rechenzentrum in Deutschland |
| Raidboxes | 17 €/Monat (Mini), 22 € (Starter) | auf WordPress spezialisiert, Server ausschließlich in Deutschland — siehe nächster Abschnitt |
| WP-Space | 10 €/Monat im Aktionspreis (regulär 24 €) | Sie stellen selbst ein, welche Aktualisierungen automatisch laufen sollen |
| HostPress | 44 €/Monat bei Jahreszahlung | Aktualisierung von System, Erweiterungen und Designvorlage ausdrücklich enthalten |
Geeignet für: alle, die WordPress wollen, aber nicht selbst pflegen möchten — und das ist die Mehrheit.
Weg 3: Normales Webhosting, selbst installieren
Der günstigste Weg. Sie buchen ein einfaches Hosting-Paket, richten WordPress über einen Installationsassistenten mit wenigen Klicks ein und machen die Updates selbst. Anbieter mit deutschen Rechenzentren sind unter anderem All-Inkl, IONOS, Strato, webgo, Mittwald und Hetzner; die Einstiegspakete beginnen bei wenigen Euro im Monat, IONOS wirbt mit Aktionspreisen ab 1 Euro (dafür zwölf Monate Mindestlaufzeit und einmalige Einrichtungsgebühr). Für komplette Anfänger gilt Strato in Tests als die einfachste Wahl, All-Inkl als das ausgewogenste Preis-Leistungs-Verhältnis für kleine Betriebe.
Seien Sie sich nur über eines im Klaren: Bei diesem Weg bleibt die gesamte Update-Arbeit bei Ihnen. Es ist genau der Aufwand, den Sie vermutlich vermeiden wollten.
Geeignet für: Leute, die sich einarbeiten wollen und Freude daran haben. Wer tiefer einsteigen möchte, findet den Ablauf in unserer Serie zum eigenen Server mit Debian.
Und die Einordnung, die alles zusammenhält: Die 13 bis 44 Euro im Monat für Weg 2 sind kein Aufpreis. Sie ersetzen den Wartungsvertrag für 40 bis 150 Euro oder Ihre eigene Zeit. Die Frage ist nicht, ob Sie für die Pflege zahlen, sondern wo.
Die Update-Falle beim Wort „Managed"
Hier müssen Sie genau hinsehen, denn „Managed" ist kein geschützter Begriff, und die Anbieter meinen Unterschiedliches damit.
Erinnern Sie sich an die Zahlen von oben: 91 Prozent der Schwachstellen stecken in den Erweiterungen, sechs Fälle im Jahr im WordPress-Kern. Und nun der entscheidende Punkt: Viele Managed-Tarife aktualisieren nur den Kern, nicht die Erweiterungen.
Bei Raidboxes zum Beispiel enthalten die Tarife Mini (17 Euro) und Starter (22 Euro) automatische Aktualisierungen für WordPress selbst. Erweiterungen und Designvorlagen übernimmt der Anbieter ausdrücklich erst im Tarif „Fully Managed" für 35 Euro. Wer den kleinen Tarif bucht und glaubt, damit sei alles erledigt, hat genau den Teil selbst am Hals, in dem über neun von zehn Lücken sitzen.
Ähnlich bei webgo: Die CMS-Pakete ab 17,95 Euro sind ein normales Hosting-Angebot, bei dem Aktualisierungen und Sicherungen bei Ihnen bleiben — echte Rundum-Betreuung beginnt dort erst bei den deutlich teureren Managed-Servern. Das ist kein Vorwurf an den Anbieter, es steht so in der Leistungsbeschreibung. Man muss es nur lesen.
Die eine Frage, die Sie jedem Anbieter stellen sollten, bevor Sie unterschreiben: „Aktualisieren Sie auch meine Erweiterungen und meine Designvorlage — oder nur WordPress selbst?" Die Antwort entscheidet darüber, ob Sie Pflege gekauft haben oder nur Speicherplatz.
Und wenn Sie das alles gar nicht selbst machen wollen?
Für viele Leser endet die Überlegung genau hier: Sie brauchen eine ordentliche Seite, haben aber weder Lust auf Update-Meldungen noch auf die Frage, welcher Tarif welche Aktualisierung enthält. Dann ist der vernünftigste Weg, die Seite bauen und pflegen zu lassen — und sich um nichts davon zu kümmern.
Wir bieten das selbst an, deshalb nennen wir die Zahlen offen, damit Sie vergleichen können. Unter peppertools.de/de/ihre-homepage gibt es zwei Modelle:
- Einmalig 1.490 Euro netto: bis zu fünf Unterseiten mit eigenem Design, Kontaktformular und den Grundeinstellungen, damit Google die Seite sauber erfasst. Die Seite gehört danach Ihnen. Hosting und Adresse buchen Sie selbst.
- 99 Euro netto im Monat: dieselbe Umsetzung, aber Hosting und Internetadresse sind enthalten, ebenso die laufende Pflege, technische Wartung und Textänderungen. Laufzeit 24 Monate.
Bis die Seite online ist, vergehen üblicherweise etwa zwei Wochen. Datenschutzhinweise, die Grundlagen fürs Gefundenwerden und die Darstellung auf dem Handy gehören zur Umsetzung.
Und die Einordnung, die Sie erwarten dürfen, auch wenn sie für uns selbst gilt: Rechnen Sie den Mietpreis gegen die Einzelposten. Managed Hosting kostet 13 bis 44 Euro im Monat, ein Wartungsvertrag zusätzlich 40 bis 150 Euro, die Erstellung kommt einmalig obendrauf, und die Textänderungen machen Sie in beiden Fällen entweder selbst oder lassen sie bezahlen. Wer die Seite ohnehin selbst pflegen möchte und Freude an der Technik hat, fährt mit den drei Wegen oben günstiger. Wer die Sache komplett abgeben will, zahlt beim Mietmodell nicht mehr, sondern bündelt, was sonst auf drei Rechnungen steht. Was für Sie besser ist, hängt allein daran, ob Sie sich kümmern wollen — nicht daran, welches Modell teurer aussieht.
Drei Fragen, die Ihre Entscheidung beantworten
Nicht „welches System ist besser" ist die richtige Frage, sondern diese drei:
1. Wer ändert diese Seite in drei Jahren — und kann er es? Wenn die Antwort „ich selbst, und ich komme mit Technik zurecht" lautet, ist eine einfache Seite ohne Anmeldebereich völlig in Ordnung. Wenn die Antwort „keine Ahnung, irgendwer" lautet, nehmen Sie WordPress. Es wird überall verstanden.
2. Wie oft ändern Sie etwas? Zweimal im Jahr eine neue Telefonnummer? Dann brauchen Sie keinen Anmeldebereich. Jede Woche ein Beitrag, Angebote, Termine? Dann wollen Sie einen.
3. Wollen Sie sich um Updates kümmern — oder dafür zahlen? Beides ist in Ordnung. Nur „weder noch" geht nicht. Eine WordPress-Seite, um die sich niemand kümmert, ist nach einem Jahr ein Risiko für Sie und Ihre Besucher.
Häufige Fragen
Stirbt WordPress aus? Nein. Es läuft weiterhin auf über 40 Prozent aller Internetseiten weltweit und damit auf ein Vielfaches dessen, was der nächstgrößere Anbieter erreicht. Der Anteil geht seit Ende 2025 langsam zurück, weil viele kleine Seiten zu gemieteten Fertiglösungen wechseln. Für Ihre Entscheidung heute spielt das keine Rolle.
Ist meine bestehende WordPress-Seite jetzt unsicher? Nicht automatisch. Aufmerksam werden sollten Sie, wenn seit Monaten niemand Aktualisierungen eingespielt hat, wenn Erweiterungen installiert sind, die Sie nicht kennen, oder wenn eine Erweiterung vom Hersteller gar nicht mehr gepflegt wird. Lassen Sie das einmal prüfen, bevor Sie über einen Wechsel nachdenken — oft ist Aufräumen billiger als Neubauen.
Kann ich später von einer einfachen Seite auf WordPress umsteigen? Ja. Die Texte und Bilder sind Ihre und lassen sich übertragen; der Aufwand liegt im Aussehen und in der Struktur. Umgekehrt geht es genauso. Schwieriger wird ein Wechsel meist bei gemieteten Fertigsystemen — fragen Sie dort vor Vertragsabschluss, in welcher Form Sie Ihre Inhalte wieder herausbekommen.
Und was ist mit einem Onlineshop? Das ist eine andere Frage mit anderen Antworten, weil Zahlung, Versand und Rechtstexte dazukommen. Der Vergleich der Shop-Systeme steht in einem eigenen Beitrag.
Wenn Sie unsicher sind, beginnen Sie klein: Eine einfache Seite mit den wichtigsten Angaben ist besser als ein aufwendiges System, das nach einem Jahr nicht mehr gepflegt wird. Und wenn Sie WordPress nehmen, planen Sie die Pflege von Anfang an ein — entweder als festen Termin in Ihrem Kalender oder als Posten in Ihrer monatlichen Kostenrechnung. Falls Sie die Seite ohnehin machen lassen wollen, finden Sie die üblichen Preise und den Ablauf im Beitrag Website erstellen lassen.
Ein letzter Gedanke, der vielen die Entscheidung leichter macht: Ihre Internetseite und Ihre Büroarbeit sind zwei getrennte Dinge. Angebote und Rechnungen schreiben Sie unabhängig davon, womit Ihre Seite läuft. Dafür eine Erweiterung in WordPress einzubauen, bedeutet ein Zusatzprogramm mehr, das aktuell gehalten werden muss — und Ihre Rechnungen liegen dann auf demselben Server wie Ihre öffentliche Seite. Getrennt zu bleiben, etwa mit einer eigenen Lösung wie office1.cloud, hält beides schlank: die Seite und die Liste der Dinge, um die Sie sich kümmern müssen.
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