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Rechnung & Buchhaltung

Rechnungsprogramm für Kleinunternehmer: Worauf Sie achten müssen

Bevor Sie sich für ein Rechnungsprogramm entscheiden, sollten Sie wissen, worauf es als Kleinunternehmer wirklich ankommt – und worauf nicht. Die Kriterien im Überblick, mit Checkliste zum Abhaken.

Rechnungsprogramm für Kleinunternehmer: Worauf Sie achten müssen

Die Auswahl an Rechnungsprogrammen ist groß, und die meisten Vergleichslisten führen vor allem eines vor Augen: Es gibt zu viele. Hilfreicher als eine weitere Rangliste ist die Frage, welche Eigenschaften für Sie als Kleinunternehmer überhaupt zählen. Wer die kennt, trifft die Entscheidung in wenigen Minuten – unabhängig davon, welche Namen gerade beworben werden.

Zuerst: Was Sie wirklich brauchen – und was nicht

Als Kleinunternehmer nach § 19 UStG weisen Sie keine Umsatzsteuer aus. Das vereinfacht vieles: Sie brauchen keine Umsatzsteuer-Voranmeldung, keine komplexe Steuerlogik, keine Buchhaltung mit Kontenrahmen. Viele Programme sind auf genau diese Dinge ausgelegt – und entsprechend teuer und überladen.

Für den Anfang zählt daher weniger der volle Funktionsumfang als die Frage: Deckt das Programm sauber ab, was Sie täglich tun – Rechnungen und Angebote schreiben – und wächst es mit, wenn Sie später doch umsatzsteuerpflichtig werden? Alles darüber hinaus ist im ersten Schritt Beiwerk. Ob sich der Kleinunternehmer-Status für Sie überhaupt lohnt, hängt vor allem von Ihren Kunden ab – nachzulesen in Rechnung ohne Umsatzsteuer schreiben (§ 19 UStG).

Pflicht, kein Extra: GoBD-konform

Der wichtigste Punkt ist keiner, mit dem geworben wird, sondern eine gesetzliche Grundlage: Das Programm muss Rechnungen GoBD-konform erzeugen und aufbewahren. Konkret heißt das: fortlaufende Rechnungsnummern automatisch, keine nachträglich überschreibbaren Belege, eine revisionssichere Ablage. Ein Werkzeug, mit dem sich fertige Rechnungen einfach löschen oder ändern lassen, fällt hier durch – egal wie schick es aussieht.

E-Rechnung: heute empfangen, morgen ausstellen

Seit 2025 muss jeder Unternehmer im B2B-Bereich E-Rechnungen empfangen und lesen können – auch Kleinunternehmer. Beim Ausstellen gelten für kleine Betriebe noch Übergangsfristen, doch die Richtung ist klar. Ein Programm, das strukturierte Formate wie ZUGFeRD und XRechnung nicht nur anzeigen, sondern auch selbst erzeugen kann, nimmt Ihnen dieses Thema dauerhaft ab. Worin sich die beiden Formate unterscheiden, erklärt XRechnung oder ZUGFeRD?.

Der Alltag entscheidet: die Bedienung

Ein Programm nutzen Sie nicht wegen seiner Funktionsliste, sondern weil es die immer gleichen Handgriffe schnell macht. Achten Sie darauf, ob sich

  • Kunden und Artikel einmal anlegen und wiederverwenden lassen,
  • aus einem Angebot mit einem Klick eine Rechnung wird,
  • Rechnungsnummern automatisch und lückenlos vergeben werden,
  • wiederkehrende Rechnungen sich als Vorlage speichern lassen.

Das sind die Dinge, die über Wochen den Unterschied zwischen „geht nebenbei" und „kostet jeden Freitagabend" ausmachen.

Ihre Daten müssen Ihnen gehören

Ein oft übersehener Punkt: Kommen Sie wieder heraus? Prüfen Sie vor dem Start, ob sich Kunden, Artikel und Rechnungen als CSV oder PDF exportieren lassen und ob ein DATEV-Export für den Steuerberater vorhanden ist. Wer seine Daten jederzeit mitnehmen kann, ist an keinen Anbieter gebunden. Bei einer Cloud-Lösung lohnt zusätzlich der Blick auf den Serverstandort und den Umgang mit Ihren Daten – für die DSGVO ist ein Anbieter mit Servern in der EU die unkompliziertere Wahl.

Was es kosten darf

Der Preis sollte zur Zahl Ihrer Rechnungen passen. Wer im Monat eine Handvoll Rechnungen schreibt, braucht kein Paket für Vielschreiber. Kostenlose Einstiegsvarianten wirken verlockend, haben aber fast immer Grenzen – wo dabei die Haken liegen, steht in Rechnungsprogramm kostenlos: Wo ist der Haken?.

Die Checkliste auf einen Blick

Ein passendes Rechnungsprogramm für Kleinunternehmer sollte:

  • GoBD-konform arbeiten (unveränderbare Belege, lückenlose Nummern),
  • E-Rechnungen empfangen und ausstellen können (ZUGFeRD, XRechnung),
  • den Kleinunternehmer-Status ohne Umweg abbilden (kein Steuerausweis, richtiger § 19-Hinweis),
  • Kunden, Artikel und Vorlagen wiederverwendbar speichern,
  • Ihre Daten exportierbar halten (CSV, PDF, DATEV),
  • Daten DSGVO-konform, idealerweise auf EU-Servern, verarbeiten,
  • ein zur Rechnungsmenge passendes Preismodell haben.

Wer diese Punkte durchgeht, findet schnell heraus, was passt. Easy Invoice auf office1.cloud ist genau auf Kleinunternehmer und Selbstständige zugeschnitten und deckt die Liste ab – die Kriterien gelten aber unabhängig davon, wofür Sie sich entscheiden.

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